Kindererziehung – Top 5 Fehler

1. Definieren Sie sich nicht über Ihr Kind

Ihr Kind ist nicht dafür da, das Leben zu leben, dass Sie gerne gehabt hätten. Kindererziehung bedeutet also nicht, Ihr eigenes Leben durch Ihr Kind noch einmal zu leben. Lassen Sie dem/der Kleinen genug Freiraum zur Entfaltung und setzen Sie ihn/sie nicht dadurch unter Druck, Ihnen gefallen zu müssen und Sie zufrieden zu stellen.

2. Sie sind die Eltern – nicht die besten Freunde

Natürlich spricht nichts dagegen, ein gutes, freundschaftliches Verhältnis zum eigenen Kind aufzubauen. Das soll auch so sein. Bedenken Sie aber, dass Sie als Eltern völlig andere Verpflichtungen und Verantwortungen haben als Freunde. Sie müssen Grenzen setzen und auch unpopuläre Entscheidungen treffen, wenn es dem Wohl Ihres Kindes dient. Stellen Sie sich ihrer Verantwortung und haben Sie keine Angst davor, schwierige Diskussionen auszuhalten und im Notfall auch die Wut und den Ärger Ihres Kindes zu ertragen. Das ist Ihre Aufgabe in der Kindererziehung.

3. Ihr Kind eignet sich nicht als Prestigeobjekt

Mein Haus, mein Auto, mein Pferd, mein Kind? Eltern können oft sehr ehrgeizig sein, was die Entwicklung des eigenen Nachwuchses im direkten Vergleich mit anderen Kindern angeht. Machen Sie nicht den Fehler, Ihr Kind auf diese Art unter Druck zu setzen. Jedes Kind ist anders. Wenn es manche Dinge weniger gut beherrscht als andere, ist das kein Grund zur Sorge, sondern völlig normal. Dafür wird es in anderen Lebensbereichen erfolgreicher sein. Sehen Sie Kindererziehung nicht als Wettbewerb an!

4. Ihr Kind hat ein Anrecht auf eine Kindheit

Natürlich hat sich in Zeiten der Globalisierung das Schulsystem gewandelt. Der Druck wird größer, das Tempo steigt. Bitte sorgen Sie unbedingt dafür, dass trotzdem noch genügend Zeit dafür bleibt, dass Ihr Kind Kind sein darf. Ihr Kind muss mit fünf Jahren keine Fremdsprache können oder zwei Instrumente spielen. Es darf sich ruhig auch mal eine Stunde langweilen oder sich mit Freunden im Dreck wälzen. Verplanen Sie nicht den kompletten Tag. Das Leben wird früh genug stressig und fordernd.

5. Das Kind ist nicht der Nabel der Welt

Der Stellenwert der Kinder hat sich in den vergangenen Jahrzehnten massiv gewandelt. In einer neunköpfigen Großfamilie, wie sie noch vor zwei Generationen an der Tagesordnung war, war ein Kind gezwungen, sich als Teil einer Familie zu begreifen und nicht als Mittelpunkt. In einer heutigen dreiköpfigen Standardfamilie dreht sich 24 Stunden alles um den kleinen Zwerg. Wie soll ein Kind da lernen, mit Kritik umzugehen und sich im späteren Leben durchzusetzen? Verwöhnen Sie Ihr Kind ruhig, aber machen Sie klar, dass es auch ein Leben neben dem Nachwuchs gibt.

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